Zum dritten Sonntag im Advent

Die dritte Adventswoche wird seit langem von einem Prophetenwort (Jesaja 40, 3.10) begleitet: „Bereitet Gott einen Weg (in der Wüste); denn seht: er kommt in Kraft".

Man spürt es diesem Wort nicht sogleich an, dass es eine verkürzte Botschaft ausspricht. Unverkürzt lautet sie: Gott, dessen Ankunft hier verkündet wird, kommt nicht allein. Mit ihm ziehen Vertriebene, Verschleppte, Gedemütigte und rechtlos Gemachte heran. Und dies auch umgekehrt: nur mit den zuvor in der Ferne Versprengten und Verlorenen kommt auch Gott wieder ins Land. Was er seinem Volk sein will: ein sorgsamer, liebevoller Hirte jedes und jeder Einzelnen, wird gerade an denen sichtbar, die einen langen und beschwerlichen Weg hinter sich haben und die nun endlich bewohnte Städte und Dörfer vor sich sehen.

Wie werden sie wohl aufgenommen werden? Die Frage wird brisant, wenn es um mehr geht als um gangbare Straßen im öden Bergland. Wenn es um Wohnrechte, Arbeitsrechte, Bleiberechte geht. Wenn mehr als bloße Worte oder große Gesten gefragt sind. Wenn es auf tägliches Teilen von Lebenschancen ankommt. Dann zeigt sich, was am Gottesglauben dran ist. Dann zeigt sich, ob die, die im Lande wohnen, wirklich Gott bei sich haben wollen.

Vor 60 Jahren wurden die ‚Allgemeinen Menschenrechte' erklärt. Sie waren und sind die Antwort der Völkergemeinschaft auf Weltkriege, Diktaturen, Vertreibungen, Entrechtungen und millionenfachen Holocaust. Aber sind sie wirklich ‚in Kraft'? Wird nicht täglich an ihnen gerüttelt und gekratzt - hierzulande und international? Wie viele Flüchtlinge kommen bereits unterwegs um! Und wie wenige finden wirklich Aufnahme und Anerkennung als
- endlich - freie Bürger!

Nicht alle Zeitgenossen teilen die Hoffnung, Gott möge im Lande wohnen und regieren. Doch stehen dann womöglich auch die Menschenrechte auf dem Spiel. Andererseits sträuben sich selbst manchen Frommen die Haare, wenn sie hören, Gott komme mit den Zuwanderern ins Land. Aber gerade dies wird hier angesagt. Und ganz gewiß kommt mit jedem Flüchtling und mit jedem Zuwanderer die Frage nach den Menschenrechten mit ins Land. Anders ist diese biblische Botschaft nicht zu haben.

 

 

 

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